Kernzone Biosphärenreservat
Highlights
Sie sind das stille Herzstück eines jeden UNESCO-Biosphärenreservats: die Kernzonen. Auf rund drei Prozent der Gesamtfläche sollen hier die Urwälder von morgen entstehen, Bereiche, in denen die Natur sich vollständig vom Menschen unbeeinflusst entwickeln darf. Keine Forstwirtschaft, kein Eingriff, kein Einschlag. Was auf den ersten Blick nach Untätigkeit klingt, ist in Wirklichkeit eine der wirkungsvollsten Naturschutzmaßnahmen überhaupt.
Im Biosphärenreservat Bliesgau befinden sich zehn solcher Kernzonenflächen, die größte davon im Kirkeler Wald mit rund 450 Hektar. Allein eine einzelne alte Rotbuche bietet im Laufe ihres Lebens bis zu 800 verschiedenen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum, davon 400 Arten, die auf alte und absterbende Bäume angewiesen sind. Totholz, das in bewirtschafteten Wäldern kaum vorkommt, wird hier zur unverzichtbaren Grundlage für spezialisierte Käferarten, Pilze, Flechten und Kleinsäuger. Schwarzstorch, Wildkatze und Haselmaus finden hier Rückzugsräume, die anderswo immer seltener werden.
Auf dieser rund zweieinhalb Stunden langen Führung begleitet Sie ein erfahrener Naturführer in eine dieser Kernzonen und erklärt, was Wildnisentwicklung konkret bedeutet, welche Arten davon profitieren und warum der Schutz solcher Flächen weit über die Region hinaus Bedeutung hat. Die Kernzonen sind dabei nicht eingezäunt oder abgesperrt, der Zugang erfolgt auf ausgewiesenen Wegen.
Eine Tour für alle, die verstehen möchten, wie Natur ohne uns aussieht und warum das so wichtig ist.
Weitere Informationen
Hinweise für Teilnehmer
Teilnehmer
Min. 10 Personen