Hofladen/Direktvermarkter

Berghof Einöd Öl- und Senfmühle

Berghof 2, 66424 Homburg

Hinter den Kulissen

Foodlady Jutta Hehn war wieder im Saarland unterwegs und hat Berghof Einöd und seine Ölmühle besucht. Jutta Hehn hat ein Rezept für ein Lachs-Polpetti auf Senfschaum mit lackiertem Chili-Kürbis entwickelt. Für den Senfschaum benutzt sie den Senf vom Berghof Einöd. Sie erzählt folgendes vom Berghof Einöd:
Müllern im Duett: Öl und Senf vom Berghof Einöd

Am nördlichen Rand des Bliesgau liegt weit abseits auf einer luftigen Anhöhe der stattliche Hof. Darum herum wachsen bis zum Horizont seltene und hochwertige Ölsaaten, Pflanzen - so filigran wie robust. Das war nicht immer so. Die Familie von Hans Pick hatte Milchvieh, und die Entscheidung zur Trennung von den Tieren fiel schwer. Die zündende Idee zum Anbau und Müllern von Öl kam dem mit Weitblick gesegneten Agraringenieur aus „gegebenem Anlass“. Oft, sagt er, sei das bei ihm so gewesen. Mit der Mariendistel fing die Erfolgsgeschichte an. Ein Taubenzüchter kurierte seine schwächelnden Tiere mit dem Heilkraut. Als dann 2009 der Biosphärengedanke aufkeimte, lag es nahe, auch andere Ölpflanzen anzubauen. Die Umstellung des Hofs war ein Risiko, und es gab magere Jahre. Doch inzwischen läuft das Geschäft mit dem köstlichen und kraftstrotzenden Öl wie geschmiert, und der Senf treibt den Kunden die Freudentränen in die Augen!

Unwahrscheinlich, dass die Wahl auf „Camelina Sativa“ und „Silybum Marianum“ fiel, weil ihre lateinischen Namen so schön klingen! Der Leindotter und die Mariendistel werden angebaut, weil sie selten und kostbar sind. Inzwischen tummeln sie sich zwischen Blaumohn, Hanf, Schwarzkümmel und anderen Verwandten aus der weitläufigen Ölfamilie. Umstanden und beim Wachsen unterstützt von Amarant, Buchweizen, Linsen und Leinsamen. Die Früchte seien genügsam. Das Wetter müsse halt mitspielen, sagt Hans Pick pragmatisch. Weniger Wassermangel und sommerliche Hitze seien tödlich. Starkregen sei der schlimmere Feind. „Letztes Frühjahr sind Jungpflanzen abgesoffen und großflächig Ackerboden weggespült worden!“
Auf die Frage nach geheimen Künsten und Tricks zum Ölpressen reagiert er bescheiden und schnörkellos. Nach der Ernte sei die Saat nicht mehr beeinflussbar. Ganz anders als zum Beispiel beim Traubenkeltern komme es daher allein auf das Handwerk an. Je nach Bodenbeschaffenheit allerdings gäbe es Geschmacksabweichungen von „heuig-grasig“ bis „erbsig-spargelig“. Letzteres trifft ganz besonders auf das herrlich fruchtige Leindotteröl zu.

Auf dem Hof lebt die ganze Familie beisammen. Alt und Jung unter einem Dach. Alle packen mit an, nur das Nesthäkchen ist noch zu klein. Hans Pick ist Ölmüller, seine Schwester, Marliese Weizel, ist Senfmüllerin. Die kleine Manufaktur hat wenige, gradlinige Senfsorten im Angebot: süß, mittelscharf, scharf, mit Knobi. Leichte Struktur behalten sie, weil der Stein die Körner nicht zu fein vermahlt. „Warum nicht statt Zucker den höherwertigen Honig, statt Branntweinessig Apfelessig einsetzen?“ Nichts ist hier verkünstelt, kein Schnickschnack. Die Senfe schmecken intensiv und haben eine fluffig, cremige Konsistenz. Stammkunden sagen, der Senf habe Suchtpotenzial! Gradlinig sind auch die Etiketten der Produkte, insbesondere der Öle. Ein stabiler Kreis, ein kräftiger Punkt in seiner Mitte, zwei weitere Punkte darüber: Ein ölverliebtes „Ö“ mit Charakter könnte man meinen. Klar und bodenständig. Wie die Öle und der Senf vom Hof. Und wie die Menschen, die hier leben und diese Schätze anbauen, ernten und herstellen!

© Foodlady Jutta Hehn

Die Bliesgau Öl- und Senfmühle Berghof oder kurz "Berghof Einöd" liegt am nördlichen Rand des Biosphärenreservats Bliesgau. Hoch über dem Tal der Blies wird all das gesät und geerntet, was später in der hofeigenen Ölmühle zu feinsten Ölen und deftigem Senf verarbeitet wird. Die Vielfalt der Öle umfasst neben den bekannten Sorten Lein- und Rapsöl auch Pressungen von Leindotter-, Mariendistel-, Hanf-, Mohn- und Senfsaaten. Amaranth, Buchweizen, Linsen und Leinsamen aus eigenem Anbau runden das Programm ab.

Die Ölmühle glänzt dabei jedes Jahr mit einem besonderen Highlight, dem "Bliesgau Ölweg": Ein Lehrpfad inmitten der Anbauflächen mit kleinen Parzellen sämtlicher zu verarbeitenden Ölpflanzen sowie vieler weiterer Öl- und Nutzpflanzen wie z.B. Schwarzkümmel, Lupine, Nachtkerze und Quinoa
Der Bliegau Ölweg kann jederzeit kostenfrei besucht werden. Es werden auch Führungen mit anschließender Ölprobe in der Produktionsstätte und Wanderungen (mit einem Abstecher zu den "Schlangenhöhlen" Schwarzenacker) angeboten. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Öffnungszeiten Hofladen: Do-Sa 9 - 12 und 13 - 16 Uhr oder nach Absprache.
Der Bliegau Ölweg kann jederzeit kostenfrei besucht werden. Es werden auch Führungen mit anschließender Ölprobe in der Produktionsstätte und Wanderungen (mit einem Abstecher zu den "Schlangenhöhlen" Schwarzenacker) angeboten. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Öffnungszeiten Hofladen: Do-Sa 9 - 12 und 13 - 16 Uhr oder nach Absprache.


Einkaufsmöglichkeiten Lieferservice, Auf dem Hof, Wochen- / Bauernmarkt, Postversand, Ladengeschäft
Brotaufstriche / Honig / Öl Öl / Essig
Gemüse / Obst Gewürze / Tee
Getränke Saft / Sirup, Schnaps / Brände / Liköre
Backwaren / Getreide / Nudeln Getreide / Mehl, Hülsenfrüchte, Nudeln
Betriebliche Besonderheiten Behindertengerecht, Busparkplätze vorhanden, Parkmöglichkeiten am Haus, Wanderwege am Haus vorbei

Kontakt


Berghof 2
66424 Homburg

Telefon +49 68 48 7 01 99 90
oelmuehle@berghof-einoed.de

Quelle

Saarpfalz
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