Wandmalerei

Teil 2 aus unserer Reihe "Besondere Objekte aus der Sammlung"

Die Fragmente stammen aus dem Hauptgebäude der Villa. Sie repräsentieren einen kleinen Teil der mehreren Tausend meist kleinformatigen Fragmente, die bei den Ausgrabungen geborgen wurden. Die Teile des Wandputzes weisen sowohl bildhafte, als auch lineare Darstellungen auf. Die Vielfalt der Fundobjekte lässt vermuten, dass die Räume des Hauptgebäudes reich mit Wandmalerei geschmückt waren. So folgte die Gestaltung der Wohn- und Repräsentationsräume der mutterländlich-römischen Wohnarchitektur. Die Funde stammen aus dem Zeitraum vom Ende des 1. Jhs. n. Chr. bis zur Mitte des 4. Jhs. n. Chr.

Farben wurden aus verschiedenen Naturmaterialien hergestellt. Die Herstellungskosten der Farben waren abhängig von ihrem Ausgangsmaterial. Relativ billig herzustellende Farben wie beispielsweise Rot (Eisen), Weiß (Kalk) oder Schwarz (Kohlenstoff) wurden häufig verwand. In der Villa finden sich aber auch „teure“ Farben dazu gehört unter anderem Blau (Azurit). Dies spricht, auch aufgrund der exzellenten Verarbeitung, für einen extrem hohen Qualitätsstandart.

➡️Das Pilotprojekt „Digi Glue“ vom Fraunhofer Institut arbeitet zusammen mit der Musterfabrik Berlin, dem Landesdenkmalamt, dem Ministerium für Bildung und Kultur und dem Europäischen Kulturpark an der virtuellen Rekonstruktion der Wandmalerei. Hierzu werden tausende Bruchstücke gescannt und digital zusammengesetzt.

Merkmale:
• Material: Mörtel (Kalkmörtel)
• Maße: Gesamtlänge ca. 20 cm
• Technik: bemalt

Weitere spannende Fakten zum Wandfragment findet Ihr unter: saarland.digicult-museen.net