Der Faltenbecher

Teil 4 aus unserer Reihe "Besondere Objekte aus der Sammlung"

Der Becher ist aus Terrakotta gefertigt und seine Oberfläche weist eine gewölbte Form mit sechs Dellen auf. Dieses Exemplar wurde aus mehreren Scherbenteilen wieder zusammengesetzt. Römische Falten- und Dellenbecher kamen im 1. Jh. n. Chr. auf und erfuhren im folgenden Jahrhundert eine starke Verbreitung. Sie dienten als Trinkgefäße und basieren auf verschiedenen Grundformen, vor allem dem bauchigen, ovalen oder steilwandigen Becher. Sie sind oftmals mit umlaufenden Rillen, Ritzungen, Applikationen oder - wie bei vorliegendem Exemplar - mit Griesbewurf verziert.
Der Faltenbecher wurde 1988 bei Grabungen im Bereich des Wasserbeckens gefunden. Vermutlich verfüllte man nach einem Brand dieses Becken mit Schutt, was den Fundort erklärt. So ergibt sich für den Becher ein Datierungszeitraum vom Ende des 2. bis Anfang des 3. Jh. n. Chr.

Merkmale:
• Material: gebrannt (Ton)
• Maße: H:12,8 cm, Durchmesser: 10,5 cm
• Technik: scheibengedreht

➡️Weitere spannende Fakten zum Faltenbecher und weiterer Keramikfunde findet Ihr unter: saarland.digicult-museen.net